Vitalblut-Dunkelfeldanalyse

Im Unterschied zu einer Routineblutuntersuchung, bei der die Anzahl der Blutbestandteile bestimmt wird, beurteilt die Dunkelfeld-Blutuntersuchung, ob die einzelnen Bestandteile des Blutes in der Lage sind, ihre Aufgaben optimal zu erfüllen.

Für die Untersuchung wird ein Tropfen Blut aus der Fingerbeere oder dem Ohrläppchen des Patienten entnommen und unter einem speziellen Dunkelfeld-Mikroskop unter 1000-facher Vergrößerung betrachtet. Mit entsprechender Videotechnik werden die Bilder auf einen Bildschirm übertragen und können so mit dem Patienten zusammen besichtigt und besprochen werden.

Auf dem Monitor sieht man dann z.B., ob und wie sich die Blutbestandteile und Zellen bewegen und in welchem Verhältnis sie zum gesamten Blutbild stehen.
Von ganz besonderem Interesse ist, ob das Blut stark verklumpt ist oder ob die einzelnen Bestandteile sich frei darstellen und aktiv und beweglich sind. Das gilt auch für die Erythrozyten (roten Blutkörperchen), die u.a. für die Sauerstoffversorgung bzw. die CO²-Entsorgung der Körpergewebe wichtig sind. Sind diese Erythrozyten frei beweglich und elastisch, dann können sie ihrer Aufgabe viel leichter nachkommen als wenn sie miteinander verklumpt sind.

Die Dunkelfeld-Diagnostik kann Krankheitshinweise geben bereits lange bevor sich klinische oder laborwertige Veränderungen zeigen, so dass man sie als "Frühwarnsystem" bezeichnen kann. Auch eignet sie sich gut als Verlaufskontrolle von Erkrankungen und Therapien.

 

 

  

Relativ normales Bild mit roten Blutkörperchen

 

 

  

Bei schwerer Arteriosklerose sind die roten Blutkörperchen stark verklumpt, bewegungslos.